Gedanken zum Monatsspruch März 

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein.

                                                                1.Samuel 7,3 

Mit diesen Worten bittet der Prophet faulen Kompromissen zu brechen, wenn ihnen Gott helfen soll. Das Volk Israel war damals genau so schlau wie das deutsche Volk heute. Sie bastelten sich eine Patchwork-Religion. Damals natürlich der Glaube an Jahwe, den Gott Israels, man kennt doch das erste Gebot, aber daneben noch ein bisschen Baal und Astarte, die Götter, die gerade im Trend waren, das kann doch nicht schaden. Und heute? Ein bisschen Christentum, man ist doch traditionsbewusst, ein bisschen Buddhismus  und ein bisschen Hinduismus  und noch einen Schuss Esoterik und fertig ist der Cocktail auf dem Glücks-Markt. Aber statt des ersehnten Friedens wird nicht nur die Geldtasche leerer, sondern auch das Herz. Angst, Frust und Gier nehmen zu. Die Bundeslade war schon in die Hand der Feinde gelangt, und nun griffen die Philister mit einem großen Heer an, während sich Israel bei Samuel versammelte, und alle schrien zu Gott. In der großen Not trennten sich die Israeliten von den fremden und toten Göttern und dienten wieder allein Jahwe, ihrem lebendigen Gott. Gott rettete sie, und Samuel richtete ein Steinmal zur Erinnerung daran auf mit dem Namen Eben Ezer, Stein der Hilfe. Geht es uns schlecht, schreien wir zu Gott. Geht es uns gut, stehen wir in der Gefahr, Gott zu vergessen. Wie schnell lassen wir uns von tausend Angeboten ablenken und stehen manchmal im Bann der Sorge und Angst. Reinigung von Eigensinn und falschem Stolz durch die Vergebung, Befreiung von allem, was uns in Gedanken und Bildern gefangen nehmen will und Konzentration auf Jesus, den Stein der Hilfe, das brauchen wir jeden Tag.

                                                                                                   Dierk Lohrengel